Bahnstreik - Was jetzt?

Bahnstreik
Bahnstreik

Menschen, die auf den Zug angewiesen sind, z.B. weil sie mit ihm in den Urlaub oder zur Arbeit wollen, stehen bei einem Bahnstreik vor der Frage "Was jetzt?". Im Falle des Falles gibt es einiges Wissenswertes, worüber Bahnkunden informiert sein sollten.

Kommt es aufgrund von Streiks zu Zugausfällen oder Verspätungen, und kann man deshalb die geplante Zugfahrt nicht antreten, hat man die Möglichkeit sein Zugticket umzutauschen oder sich das Geld zurückerstatten zu lassen. Bei Sonderangeboten oder Spartickets ist dies nicht möglich, dann hat man jedoch das Recht, wenn der gebuchte Zug ausfällt, auf einen anderen umzusteigen, selbst wenn die Fahrt mit diesem teurer ist. Nur wenn am geplanten Fahrtag keine Ausweichalternative vorhanden ist, muss die Bahn das Zugticket erstatten.

Grundsätzlich haben Bahnkunden das Recht sich bei einer mehr als einstündigen Zugverspätung 20% des Ticketpreises erstatten zu lassen. Ist man aufgrund eines Zugausfalles gezwungen an einem Ort zu verweilen und im Hotel zu übernachten, ist die Bahn nicht grundsätzlich gezwungen die Mehrkosten für Hotelaufenthalt und ggf. Taxifahrt zu übernehmen, da sie sich darauf beruft, dass ein Streik als höhere Gewalt einzustufen ist.

Dennoch raten Reiserechtsexperten dazu, alles zu versuchen auch diese Kosten erstattet zu bekommen und bei den Service-Points der Bahn oder bei Schlichtungsstellen mit diesem Anliegen vorstellig zu werden. Oft zeigt sich die Bahn ihren Kunden gegenüber sehr kulant, wenn es zu Streiks gekommen ist.

Wird wegen eines Bahnstreiks z.B. der Flug in den Urlaub verpasst, dann hat man Pech gehabt. Denn jeder Reisende ist selber dafür verantwortlich pünktlich am Flughafen zu sein. Da Schadensersatz gegenüber der Bahn zu verlangen, wäre wenig erfolgsversprechend. Bei einer Pauschalreise, wo die Bahnfahrt mit im Reisepaket enthalten ist, sieht es freilich anders aus. Dann muss der Reiseveranstalter haften, wenn man seinen Flug aufgrund von Bahnstreiks verpasst.

Leute, die auf den Zug angewiesen sind um zur Arbeit zu gelangen, müssen bei Verspätungen wegen eines Bahnstreiks damit rechnen die verpasste Arbeitszeit nachholen zu müssen. Laut Arbeitsrecht ist jeder Arbeitnehmer selber für das pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz verantwortlich. Zwar zeigen viele Chefs großes Verständnis wenn man, wegen eines Streiks bei der Bahn, zu spät kommt, und ein Kündigungsgrund ist solch ein verspätetes Erscheinen am Arbeitsplatz auch nicht, dennoch empfiehlt es sich rechtzeitig Vorkehrungen im Falle eines Streiks zu treffen, dass man dennoch pünktlich zur Arbeit gelangt.

Überhaupt sollte man sich über Alternativen, wie eine Autofahrt oder bei mittellangen innerdeutschen Strecken einen Flug, Gedanken machen, wenn man von Bahnstreiks hört und wichtige Termine nicht verpassen will.

Verlinke diesen Artikel auf deine Seite!

Mit Freunden teilen

DelicoiusStumbleUponDiggFacebookTwitterDiigoMister WongReddit

DB FahrplanSitemapImpressumDatenschutz
Copyright © 2018, www.dbfahrplan.com
Alle Rechte vorbehalten.
Wir nutzen Cookies. Durch die Nutzung unserer Website akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung.