Geschichte der Eisenbahn in Deutschland

Eisenbahn in Deutschland
Eisenbahn in Deutschland

Die Geschichte der Eisenbahn in Deutschland begann 1835 mit der 6km langen Fahrt einer Lokomotive von Nürnberg nach Fürth. Dieser Eisenbahnzug, mit dem Namen "Adler", erreichte damals eine Geschwindigkeit von 30 km/h, für damalige Verhältnisse und im Vergleich zu den früher verbreiteten Postkutschen, war das schnell. So also startete der Siegeszug der Eisenbahn in Deutschland, die heute als Reiseverkehrsmittel und für den Gütertransport nicht mehr aus dem alltäglichen Leben wegzudenken ist.

Schnell wurde die Maximalgeschwindigkeit der Eisenbahn nach 1835 weiterentwickelt, auch die Technik der Züge allgemein verbesserte man und viele neue Streckennetze wurden gebaut. Zunächst gab es in Deutschland viele miteinander konkurrierende Privat- und Staatsbahnen, erst 1920 wurden diese zur Deutschen Reichsbahn vereint. Die Deutsche Reichsbahn beschäftigte 1 Million Angestellter und war zu der Zeit der größte Arbeitgeber in Deutschland.

Nach dem Missbrauch der Bahn durch die Nazis für ihre Zwecke im Krieg und langjähriger Arbeit an der Instandsetzung der Bahnanlagen nach dem Krieg, wurde 1949 in der Bundesrepublik die Bundesbahn gegründet, mit dem Ziel nach kaufmännischen Grundsätzen zu wirtschaften. In der DDR behielt die schon existierende Reichsbahn ihren Namen. Beide Bahnen waren Staatsbetriebe.

Im Jahre 1990, nach der Wiedervereinigung, wurden Bundesbahn und Reichsbahn nach Unterzeichnung eines Einigungsvertrages zusammengeschlossen und im Jahre 1994 wurde die Deutsche Bahn AG gegründet, eine unternehmerisch geführte Aktiengesellschaft. Es kam in den folgenden Jahren zu zahlreichen und umfangreichen Modernisierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen, der sogenannten Bahn-Reform. Zahlreiche Arbeitsstellen wurden gestrichen und Geld wurde vor allem in prestigeträchtige Großprojekte wie die neuen Superbahnhöfe in Berlin und Leipzig gesteckt. Was die Entwicklung der Züge angeht, war man mittlerweile bei hochmodernen und bis zu 330 km/h schnellen Hochgeschwindigkeitszügen, den sogenannten "ICE 3 angekommen". Die ICE-Züge bewältigen heutzutage über 60 Prozent der gesamten Leistung im Fernverkehr. Im Jahr 2010 reisten fast 78 Millionen Fahrgäste im ICE.

Die Deutsche Bahn ist heute das größte Reiseverkehrsunternehmen in Europa und das umsatzstärkste Logistikunternehmen Deutschlands. Die Bahn erwirtschaftet jährlich  etwa 34 Milliarden Euro Umsatz. Im Gegensatz zu den 90-iger Jahren werden auch wieder Gewinne erzielt. Die Bahn hat ihren Konzernsitz mittlerweile in Berlin, unterhält 500 Tochterunternehmen und befördert jährlich im Fernverkehr über hundert Millionen Passagiere.

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